Rotorua

 

12.12.

Zwischen Taupo und Rotorua befindet sich der „Waiotaupo“. Natur pur. Jeden Morgen um 10 Uhr startet der „Geyser“. Der „Geyser“ ist ein heißes Quellwasser, das bei einen Wasserspiegel von 3 Meter wie ein Springbrunnen anfängt das Schwefelwasser aus der Erde zu sprudeln. Allerdings wurde dieses Schauspiel mittels Seifen manipuliert 🙂 Jedoch entstanden tolle Bilder.

imag1593imag1589
Beim dazugehörigen Wanderweg konnte man Wunder Natur genießen. Es gibt 4 verschiedene Farben:
Gelb: Schwefel, Orange: Antimon, Grün: Schwefel und Eisensulfat,  Braun/Schwarz: Eisenoxide, Silber: Silizium

Der Park erstreckt sich auf 18 km². Ein Abschnitt davon ist der Weg auf dem wir uns fort bewegten, alles andere steht unter Naturschutz. Die Bilder mit dem dampfenden Gewässer und den Orangen Rand außen wird oft als Postkartenmotiv verkauft. Unterwegs ist man hier zwischen 3 bis 4 h.
Überall wo Rauch aufsteigt quillt heißes Wasser mit ca. 100° C. Bilder sagen in diesem Fall mehr als 1.000 Worte.


Für unsere Bauern: Das Braune (linkes Bild) sieht aus wie Gülle, riecht so und sind auch noch Metalle inklusive – keine Schwermetalle! Bitte nicht in Deutschland Gülle erhitzen und Eintritt verlangen :D:D:D

Ganz witzig war auch, als Katrin den Selbstauslöser betätigte und weg lief. Ein Gast meinte das piepsen sei eine Bombe und wollte schon fast los starten 😀
P.S.: Die Fotos entstanden am gleichen Tag. Seht euch die Wolkendecken einmal mehr an. Mit Pulli und Übergangsjacke bis hin zu Badehose und T-Shirt war wieder einmal alles dabei.

Um halb 5 durften wir erst in der neuen Unterkunft erscheinen. Als Zwischenlösung entschieden wir uns ans Meer zu fahren in Rotorua und die Postkarten zu schreiben, die unsere Familie bekommen werden – hoffentlich 😀 Fahrtzeit lag bei zwei x 0,5 h.

Sehr angenehm wurden wir wieder einmal im neuen Heim aufgenommen. Wir haben uns so verratscht, so dass wir ziemlich spät zum Essen gekommen sind.
Ganz witzig war bei diesen Gespräch als unsere Gastgeberin die Chinesen erwähnte. Chinesen sehen auf 2,5 Wochen Süd- und Nordinsel. Jeder Eingeborene empfiehlt mindestens 3 Wochen pro Insel.  Maoris und Neuseeländer vertragen sich sehr gut. Es ist ein sehr friedliches Land. Die Leute hier nehmen sich wirklich die Zeit um Euch kennen zu lernen. Natürlich geht es auch um positive Bewertungen für Air bnb.

Für unwissende dieser App eine kleine Erklärung: Air bnb ist eine Plattform, wo man Privatleute sucht die ein Zimmer oder eine Art kleine, frei zugängliche Wohnung findet und deren Eigenheim, z. B. Wohnzimmer, Küche etc. wie eine gemietete Wohnung frei verwenden darf. Je nachdem bieten manche ein eigenes Bad noch dazu an, andere verfügen über keine zweite Sanitäreinrichtung und man benutzt diese vom Vermieter mit. Grundsätzlich wohnt man mit diesen Menschen unter einen Dach. Beiderseits können Bewertungen abgegeben werden, was bisher auch jeder genutzt hat. So kann vor bösen Überraschungen für beide Parteien vorgesorgt werden. Ein sicheres Gefühl meiner Meinung nach.  Hat man ein mögliches Ziel einer Unterkunft gefunden stellt man eine Buchungsanfrage. Bis jetzt erhielten wir innerhalb weniger Minuten oder Stunden eine Antwort. Bei der letzten Unterkunft stellten wir eine Anfrage um 22 Uhr für den nächsten Tag. Erfolgreich! Nicht zu verwechseln mit nur bnb! Bei bnb besitzt jeder seine eigene Homepage. Vergleichbar mit Deutschland bei Appartements.  Keine Plattform!
Ich hoffe die Reisetipps sind erwünscht und langweilen den Blog nicht.
Mit Air bnb kämpfen wir uns mit der Wohnungssuche durch, die Events bereiten wir immer einen Tag im voraus vor. Insidertipps noch dazu und der Tag plant sich von selbst. Zu guter Letzt ein Christbaum etwas anderer Art.
imag1671
Bis moin

13.12.

Der heutige Tag verlief sehr entspannt. Unser erster richtiger Badetag. Urlaubswetter was man sich nur wünschen kann. Wenn man sonst von einer Erfrischung im Meer redet ist der Pazifik eher eine Unterkühlung. Im Reiseführer heißt es auch bei Höchsttemperaturen erreicht der Ozean maximal 18°C. Wer sich nichts darunter vorstellen kann ein leichter Vergleich-jeder kennt das Kalt-Warmbecken einer Therme. Das kalte Becken hat meistens 17-18°C. Männer wissen wenn es heißt es ist soo /              / kalt 😀
Am weißen Sandstrand übte Katrin für ihren Gardeauftritt. Ein herrliches Ambiente mit dem Meer im Hintergrund.

 

 

Da es heute nichts aktionsreiches zu erzählen gibt ein paar nützliche Infos:

Schon gewusst?

Steckdosen: Hier gibt es dreipolige Flachstecker 230 V Wechselstrom, also braucht ihr einen Adapter. Genau den gleichen könnt ihr auch für eine Australienreise verwenden.

Autoführerschein: Für Neuseeland muss man einen internationalen Führerschein beantragen. Erhältlich im Landratsamt.

Linksverkehr: Bei Kreuzungen vor dem losfahren stets nach rechts sehen!! Sehr ungewohnt, aber von hier kommt der Verkehr.

WiFi: Um öffentliches Wlan zu nutzen, muss man unter anderem die Reisepassnummer angeben.

Events: Der Tripadvisor hat sich mittlerweile besser durchgesetzt als Holiday Check. Wir machten bislang gute Erfahrungen damit, besser gesagt noch nie schlechte. Die App gibts Auskunft zu Hotels aber auch für Restaurants und Aktivitäten für die wir es hauptsächlich nutzen.

Geld: Reisen ohne Kreditkarte ist nicht empfehlenswert.

Trinkgelder: Trinkgelder sind hier nicht üblich. Als Sparfuchs weiß man das natürlich 😀

Unterwegs: Für den Fußweg haben uns GPS-Apps sehr weitergeholfen. Sie braucht kein Internet-funktioniert nur mit GPS und das hat man überall.
Für die Fahrstrecken ohne mobiles Internet? Während wir Internet hatten haben wir die Fahrstrecke evtl. mit Zwischenzielen vorher geladen (auch Offline laden möglich, dann wird das Ziel intern gespeichert und dann kann es ohne Internet aufgerufen werden). Schließt man die App nicht, navigiert auch Google Maps weiter.

14.12.

Nach gutem Wetter folgt? Richtig, nicht Sonnenschein 😀 Für heute stand Hobbiton auf dem Programm.

 

 

Richtige Fans reisen nur wegen diesen künstlich geschaffenen Ort nach Neuseeland, haben wir uns zumindest sagen lassen. Hier fühlt man sich wie in einen Märchen mittendrin. In einen Vertrag festgehalten hieß es nach „Herr der Ringe“ es muss alles in den Urzustand versetzt werden. Als Drehort für „Hobbit“ waren Peter Jackson und sein Team mit einem Helikopter unterwegs und wurden auf diese bezaubernde Range aufmerksam. Sie kontaktierten den Farmer. Dieser forderte sie auf sich später zu melden, da ein Rugbyspiel im Fernsehen zu sehen war. Rugby hat den Stellenwert für Neuseeländer wie Fußball in Europa. Aber sie fanden eine Abmachung. Sechs Jahre wurde die Hobbitonstadt erbaut für 12 Drehtage. Ein künstlicher Baum wurde geschaffen. Am Drehtag viel Peter Jackson auf, dass durch die Sonneneinstrahlung die Blätter leicht ausgebleicht sind. Am selben Tag wurden die ca. 200.000 Blätter noch nachbearbeitet, dass heißt per Hand die Farbe aufgefrischt. 49 Guys sind hier unterwegs, jeweils mit einen vollen Bus. Im Dragon gab es vier verschiedene Biersorten, welche sonst nirgends zu erwerben sind. Für Abschnitte in der langen Version (wo Kinder vom Baum Äpfel pflücken) wurde sehr viel Zeit investiert – im Film für drei Sekunden zu sehen. Peter Jackson wollt alle Schauspieler zum Bier trinken animieren. Allerdings sollte aber Jede/r noch bereit sein zu arbeiten und auch den darauf folgenden Tag. So entschloss er sich Bier aus Hamilton mit weniger Prozent brauen zu lassen. Auf den Hügel dürfen nun ca. 1.250 Schafe wieder grasen. Während der Dreharbeiten wurden sie ausgesiedelt.

 

Am Montag buchten wir über einen Drittanbieter eine Raftingtour. Leider waren die Rafter nicht in der Lage uns einen Termin in zwei Tagen zu geben, bald wäre es am dritten Tag auch noch gescheitert, obwohl wir persönlich mit ihnen geredet haben und zwei Telefonate geführt hatten. Jetzt boten sie uns einen Termin morgen Nachmittag an, obwohl abgemacht war vormittags. Folgen für uns:  Eine Nacht länger in Rotorua, raus aus der alten Wohnung, rein in die Neue im selben Ort und für ein Tag kürzer Zeit für Coromandel. Alles kann nicht glatt laufen, aber wir sind ja flexibel 😉

15.12.

Letzter Tag in Rotorua, ehe wir die Autoreise nach Coromandel angehen. Unser Eintagesunterkunft war nicht der absolute Burner. Am nahegelegenen Redwood gab es die Möglichkeit einen 3,6 km langen Walk zu durchwandern. So ein Morgenspaziergang kann nicht schaden. Besonders für Redwood sind die dicken, alten Bäume. Einer der Gesichteten war besonders stämmig im Durchmesser. Vier ausgestreckte Arme hätten womöglich immer noch nicht gereicht um den Baum zu umarmen.

imag1817
Der Skylinepark lächelte uns gestern schon am vorbeifahren an. So entschlossen wir uns als Zwischenlösung vor dem Rafting dort hin zu fahren. Der Skylinepark bietet verschiedene Aktivitäten. Von Skyswing (Kugel die nach oben befördert und losgelassen wird) über Wanderwege, Luge (Abfahrt in einem Bob), Zipline, bis hin zu Mountainbiken. Wir nutzten den Luge. Hierfür gab es drei Abfahrtsmöglichkeiten. Katrin und ich hatten großen fun dabei die Pisten runter ins Tal zu düsen.


Endlich war Rafting angesagt. Vier Reiseleiter machten sich auf die Reise zum Fluss. In drei Boote aufgeteilt strömten wir die Kanäle abwärts. in einem Boot saßen je zwei Reiseleiter mit Kamera. Wir waren im „coolen“ Boot mit den Engländern und Australiern. In dem anderen Boot waren ausschließlich Chinesen. Ein sehr aktionsreiches Ereignis. In einen Wasserfall ging es doch 7 msteil abwärts, was sich etwas heavy anfühlte. Ganz witzig war eine Singleaustralierin, welche unser Reiseleiter mit einem anderen Reiseleiter verkuppeln wollte. Wir sind uns nicht sicher ob sie sich nicht wirklich daten 😀 War natürlich für uns eine riesen Belustigung als er sie fast die ganze Fahrt aufgezogen hat. Zum Schluss durften sich abwechselnd immer zwei an die Front des Schlauchboots setzten, während alle anderen zurück zum „kleinen“ Wasserfall paddelten. Wenn der Punkt überschritten war an dem die Strömung uns davon riss, zog der Sog des Wassers zum Wasserfall und die Vorderen Insassen bekamen eine volle Wasserladung ab, während von vorne ein Reiseleiter Fotos schoss. Ein tolles Erlebnis. Mittlerweile war es 17 Uhr und wir brachen zur Weiterreise auf. Gut angekommen nach einer dreistündigen sehr kurvigen Fahrt schreibe ich nun unseren Blog, damit ihr wieder was zu lesen habt 😀 Morgen geht es im Register „Coromandel“ weiter.

Hinterlasse einen Kommentar